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Glossar – PV-Begriffe einfach erklärt

Von AC bis Zähler: Alle wichtigen Fachbegriffe rund um Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagement – verständlich und praxisnah.

139 Begriffe24 Buchstaben
A
10 Begriffe

AC (Wechselstrom)

AC ist der „normale" Strom im Haus/Betrieb – das, was aus der Steckdose kommt. PV-Module erzeugen erst DC (Gleichstrom). Der Wechselrichter macht daraus AC, damit Sie ihn nutzen oder einspeisen können.

Abschaltvorrichtung / NA-Schutz

Sicherheitsfunktion, die die PV-Anlage bei Problemen im Stromnetz automatisch abschaltet bzw. vom Netz trennt. So wird verhindert, dass die Anlage bei einer Störung „ungewollt weiter einspeist".

Altanlage

PV-Anlage, die schon länger in Betrieb ist. Bei Altanlagen gelten oft andere Rahmenbedingungen (z. B. Vergütungssätze, Technikstandard zum Bauzeitpunkt).

Amortisation

Zeit, bis sich die Investition in PV (und ggf. Speicher) durch eingesparte Stromkosten und Einnahmen „ausgezahlt" hat.

Anlagenleistung

„Größe" der PV-Anlage – meist in kWp angegeben (Spitzenleistung der Module unter Standardbedingungen).

Anlagenzertifikat

Nachweis/Unterlagen, dass eine größere Anlage die technischen Netzvorgaben erfüllt. Für Einfamilienhäuser meist kein Thema, für größere Gewerbe-/Freiflächenanlagen häufiger relevant.

Anlagenerweiterung

Wenn später Module/Wechselrichterleistung ergänzt werden. Kann neue Meldungen oder eine erneute Prüfung beim Netzbetreiber auslösen.

Anschlussbegehren

Formeller Antrag beim Netzbetreiber: „Ich möchte eine PV-Anlage anschließen." Danach kommt meist die Netzprüfung und die Festlegung der Anschlussbedingungen.

Aufständerung

Gestell/Trägersystem, das Module auf Flachdächern oder Freiflächen in den passenden Winkel bringt.

Autarkiegrad

Wie unabhängig Sie vom Netz sind. Beispiel: 60 % Autarkie = 60 % Ihres Stromverbrauchs decken Sie im Jahr selbst (PV/Speicher).

B
8 Begriffe

Backup-Funktion / Notstrom

Funktion, mit der bei Stromausfall ausgewählte Verbraucher weiterlaufen können (z. B. Licht, Router). Nicht jede PV-/Speicheranlage kann das automatisch – das muss geplant werden.

Batterie / Stromspeicher

Speichert Solarstrom, den Sie gerade nicht brauchen (z. B. mittags), und stellt ihn später zur Verfügung (abends/nachts). Erhöht oft den Eigenverbrauch.

BDEW

Branchenverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Für Endkunden eher indirekt relevant, weil dort oft Praxis-Hinweise und Empfehlungen entstehen.

BHKW (Blockheizkraftwerk)

Erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig. Zusammen mit PV möglich, aber Planung und Abrechnung sind meist deutlich komplexer.

Bilanzkreis

Begriff aus dem Strommarkt. Für typische Haus-PV egal, eher relevant bei Direktvermarktung oder größeren Konzepten.

Bypass-Diode

Bauteil im PV-Modul, das bei Teilverschattung hilft, Ertragsverluste zu begrenzen und bestimmte Schäden zu vermeiden.

Blindleistung

Technischer Anteil im Netz, der für Stabilität wichtig sein kann. Im Haushalt meist „unsichtbar", bei größeren Anlagen können Anforderungen des Netzbetreibers bestehen.

Brandschutz (PV)

Umfasst u. a. sichere Leitungsführung, Abschaltmöglichkeiten und Montage. Bei Gewerbeobjekten besonders wichtig (z. B. Fluchtwege, Dachaufbauten, Feuerwehrzugang).

C
2 Begriffe

Cloud-Speicher

Kein Akku im Keller, sondern meist ein Vertrags-/Tarifmodell, bei dem Strom „virtuell" verrechnet wird. Details (Kosten, Laufzeit, Limits) immer genau prüfen.

CO₂-Einsparung

PV reduziert CO₂, weil weniger Strom aus fossilen Quellen benötigt wird. Wie groß der Effekt ist, hängt stark davon ab, wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen.

D
10 Begriffe

Datenlogger

Sammelt Anlagendaten (Ertrag, Leistung, Fehler) und macht sie in App/Portal sichtbar. Praktisch, um Probleme früh zu erkennen.

DC (Gleichstrom)

Stromart, die PV-Module erzeugen. Im Haus/Betrieb wird meist AC benötigt.

DC-gekoppelt / AC-gekoppelt

  • DC-gekoppelt: Speicher hängt „auf der PV-Seite" (oft effizient bei Neuanlagen).
  • AC-gekoppelt: Speicher hängt „auf der Hausstrom-Seite" (oft gut nachrüstbar).

DC-Trennschalter

Schalter, mit dem man PV-Strings elektrisch sicher trennen kann (für Wartung/Fehlerfälle). Oft im Wechselrichter integriert.

Dekarbonisierung

„CO₂ runter": Umstieg auf erneuerbare Energien. PV ist dafür ein zentraler Baustein.

Degradation

Module werden über viele Jahre etwas schwächer – normal und durch Garantien abgedeckt.

Direktvermarktung

Strom wird am Markt verkauft statt nur über klassische Vergütung. In der Praxis eher bei größeren Anlagen interessant.

DIN

Technische Normen (Deutsches Institut für Normung). Sie beeinflussen u. a. Planung, Montage und Elektroinstallation.

Drosselung / Abregelung

Wenn eine Anlage zeitweise nicht ihre volle Leistung abgeben darf – z. B. wegen Netzvorgaben oder Einstellungen.

Durchdringung

Wenn in einem Gebiet sehr viele PV-Anlagen laufen, kann das Netz eher an Grenzen kommen. Das kann Anschlussbedingungen beeinflussen.

E
11 Begriffe

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Regelt wichtige Rahmenbedingungen wie Einspeisevergütung, Pflichten, Ausschreibungen und viele Detailfragen rund um Erneuerbare.

Eigenverbrauch

Solarstrom, den Sie direkt selbst nutzen (z. B. Haushalt, Büro, Maschinen). Spart meist mehr als Einspeisung, weil Stromkauf teuer ist.

Eigenverbrauchsoptimierung

Alles, was hilft, mehr PV-Strom selbst zu nutzen: Speicher, Wallbox, Wärmepumpe, smarte Steuerung, Nutzung in Sonnenzeiten.

Eigenverbrauchsquote

Anteil des PV-Stroms, den Sie selbst nutzen (statt einzuspeisen).

Einspeisebegrenzung

Begrenzung, wie viel gleichzeitig ins Netz darf – technisch oder durch Netzbetreiber-Vorgaben.

Einspeisemanagement

Technik/Regeln, um die Einspeisung steuern zu können (z. B. bei Netzengpässen).

Einspeisepunkt (Netzanschlusspunkt)

Stelle, an der die Anlage ans öffentliche Netz angebunden wird. Dort werden viele Anforderungen umgesetzt (Messung, Schutz).

Einspeisevergütung

Vergütung für Strom, der ins Netz eingespeist wird. Höhe hängt u. a. von Inbetriebnahme und Anlagengröße ab.

Energiemanagementsystem (EMS)

„Strom-Dirigent", der entscheidet, wohin der Solarstrom geht (Haus, Speicher, Auto, Wärmepumpe, Netz), um Kosten zu senken.

Ersatzstrom

Versorgung größerer Teile des Hauses/Betriebs bei Stromausfall (je nach System). Meist aufwendiger als einfacher Notstrom.

Ertrag (PV-Ertrag)

Erzeugte Strommenge, meist in kWh/Jahr. Hängt von Standort, Ausrichtung, Verschattung und Technik ab.

F
5 Begriffe

Fassade-PV

PV-Module an der Fassade. Optisch spannend, Ertrag abhängig von Ausrichtung und Verschattung.

Fehlerlichtbogen (AFCI)

Technik zur Erkennung gefährlicher Lichtbögen (Brandschutz-Plus). Je nach System/Anforderung relevant.

Fernsteuerbarkeit

Technische Möglichkeit, die Einspeiseleistung zu regeln (z. B. je nach Netzanforderung oder Vermarktungsmodell). Heißt nicht „jemand steuert ständig", sondern „Regelung ist möglich".

FNN

Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE: praxisnahe Regeln/Empfehlungen für Netzanschluss, Betrieb und Messung.

Freiflächenanlage

PV-Anlage auf Bodenflächen. Genehmigungen, Naturschutz, Zaun/Wege, Trafo und Netzanschluss spielen hier oft eine größere Rolle als bei Dachanlagen.

G
6 Begriffe

Garantie (Produkt- vs. Leistungsgarantie)

  • Produktgarantie: Schutz bei Material-/Herstellungsfehlern
  • Leistungsgarantie: Mindestleistung nach vielen Jahren

Generatoranschlusskasten (GAK)

Sammelkasten (v. a. bei größeren Anlagen), in dem mehrere PV-Strings zusammengeführt und geschützt werden können.

Generatorleistung

Summe der Modulleistung (kWp), z. B. 24 Module à 450 Wp ≈ 10,8 kWp.

Gewerbestromtarif

Im Gewerbe ist die Stromrechnung oft anders aufgebaut als privat – z. B. mit Leistungspreisen und Messung des Lastgangs.

Gleichzeitigkeit

Nicht alle Geräte laufen immer gleichzeitig. Das ist wichtig für Dimensionierung von Anschluss, Speicher und Lastmanagement.

Globalstrahlung

Wert, der die Sonnenenergie am Standort beschreibt – Grundlage für Ertragsprognosen.

H
5 Begriffe

HAK (Hausanschlusskasten)

Übergabepunkt vom Netz ins Gebäude. Spielt bei Anschlussleistung und Umbauten am Anschluss eine Rolle.

HEMS (Home Energy Management System)

Energiemanagement speziell für Haushalte: PV, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe werden smart gesteuert.

Hochspannung / Höchstspannung

Sehr hohe Netzebenen für weite Stromübertragung. In Deutschland spricht man bei Höchstspannung typischerweise vom großen Übertragungsnetz („Stromautobahn"). Für PV-Alltag meist indirekt relevant, aber wichtig zum Verständnis der Netzstruktur.

Hotspot

Lokale Überhitzung im Modul (z. B. durch Verschattung/Defekt). Gute Planung und Komponentenqualität reduzieren Risiken.

Hybridwechselrichter

Wechselrichter, der PV und Speicher gut in einem System steuern kann.

I
6 Begriffe

IEC-Standard

Internationale Prüf- und Normstandards für Komponenten. Gibt Orientierung, ob Produkte nach anerkannten Regeln getestet sind.

Inbetriebnahme

Offizielles Startdatum der Anlage. Wichtig für Vergütung, Meldungen und teils Fristen.

Inselanlage

PV ohne Netzanschluss (z. B. Hütte). Benötigt Speicher/Generator und eigene Regelung.

Installierte Leistung

Wie viel kWp insgesamt installiert ist (Statistik- und Meldebegriff).

IP-Schutzart

Schutz gegen Staub und Wasser (z. B. IP65). Wichtig für Außenbereiche.

Isolationsüberwachung

Sicherheitsprüfung: Erkennt Probleme bei der elektrischen Isolation (je nach Anlagenaufbau relevant).

J
3 Begriffe

Jahresertrag

Wie viele kWh im Jahr prognostiziert oder gemessen werden. Gute Prognosen nennen Bandbreiten (realistisch/optimistisch).

Jahreslastgang

Verlauf des Stromverbrauchs über ein Jahr. Für Gewerbe wichtig, um PV, Speicher und Lastmanagement richtig zu planen.

Jahresnutzungsgrad (Speicher)

Wie effizient der Speicher über ein Jahr arbeitet (inkl. Lade-/Entladeverluste).

K
7 Begriffe

Kabelquerschnitt

„Dicke" eines Kabels. Beeinflusst Verluste, Erwärmung und Sicherheit. Gute Auslegung ist Qualitätsmerkmal.

Kabelverluste

Ein Teil der Energie geht als Wärme in Leitungen verloren. Kurze Wege und passender Querschnitt helfen.

kW (Kilowatt)

Leistung im Moment (z. B. „Maschine zieht 5 kW").

kWh (Kilowattstunde)

Strommenge (z. B. „20 kWh am Tag verbraucht").

kWp (Kilowattpeak)

Vergleichswert für die PV-Modulspitzenleistung – vereinfacht die „Anlagengröße".

Klimaziele / ESG (Gewerbe)

PV kann messbar Emissionen reduzieren und hilft bei Nachhaltigkeits-Reporting (ESG).

cos φ (Leistungsfaktor)

Technischer Kennwert. Für Haushalte selten relevant, bei größeren Anlagen können Vorgaben bestehen.

L
6 Begriffe

Ladepriorisierung (Wallbox)

Einstellung, ob Solarstrom zuerst ins Auto, in den Speicher oder in den Haushalt fließen soll.

Lastmanagement

Steuerung von Verbrauchern, damit nicht alles gleichzeitig Strom zieht. Im Gewerbe kann das Kosten stark senken.

Lastprofil

Wann wie viel Strom gebraucht wird. Haushalte meist morgens/abends, Gewerbe oft tagsüber – wichtig für PV-Wirtschaftlichkeit.

Lastspitzenanalyse

Auswertung der höchsten Verbrauchsspitzen – Grundlage, um „teure Peaks" zu vermeiden.

Leistungspreis (Gewerbe)

Teil der Stromrechnung, der von der höchsten gemessenen Leistung (Lastspitze) abhängt.

Leistungsbegrenzung

Wenn die Anlage technisch oder durch Vorgaben nicht mehr als eine bestimmte Leistung einspeisen/abgeben darf.

M
8 Begriffe

Messkonzept

Wie Zähler angeordnet sind und was gemessen wird (Bezug, Einspeisung, Erzeugung, Unterzähler). Wichtig für korrekte Abrechnung, besonders bei Gewerbe und Sonderkonzepten.

MaStR (Marktstammdatenregister)

Pflichtregister: PV-Anlagen müssen gemeldet werden, sonst kann es Probleme bei Abrechnung/Ansprüchen geben.

Mieterstrom

Strom vom Dach wird direkt an Mieter verkauft. Benötigt passende Messung und Abrechnung.

Mittelspannung

Netzebene zwischen Niederspannung (Hausnetz) und Hoch-/Höchstspannung. Größere Gewerbe- und Freiflächenanlagen speisen häufig in Mittelspannung ein, oft über Trafo/Station.

Modulklemmen / Montagesystem

Mechanische Befestigung der Module. Muss langlebig, korrosionsfest und statisch sicher sein.

Modultyp (Mono/Glas-Glas/Glas-Folie)

Bauart der Module. Unterschiede betreffen z. B. Robustheit, Gewicht, Preis und Garantien.

Modulwirkungsgrad

Wie effizient ein Modul Licht in Strom umwandelt. Höherer Wirkungsgrad = mehr Leistung auf gleicher Fläche.

Monitoring

Überwachung per App/Portal. Hilft, Erträge zu prüfen und Störungen schnell zu erkennen.

N
7 Begriffe

Netzanschluss

Alles, was nötig ist, damit eine Anlage ans öffentliche Netz darf: technische Vorgaben, Zähler, Schutz, ggf. Kommunikation.

Netzbetreiber (Verteilnetzbetreiber)

Ihr regionaler Ansprechpartner für Anschluss, Zähler, Netzprüfung und TAB.

Netzentgelte (Gewerbe)

Gebühren für Netznutzung. Im Gewerbe oft stark von Lastspitzen/Anschluss abhängig.

Netzrückwirkungen

Wie sehr eine Anlage Netzqualität beeinflusst (z. B. Spannung). Bei großen Anlagen wird das genauer betrachtet.

Netzverträglichkeitsprüfung

Der Netzbetreiber prüft, ob und wie eine Anlage angeschlossen werden kann (ggf. mit Begrenzung oder Netzausbau).

Niederspannung

Netzebene, an der typische Haushalte angeschlossen sind. Viele Dachanlagen im Privatbereich speisen in Niederspannung ein.

Notstrom

Versorgt bei Stromausfall ausgewählte Stromkreise. Braucht passende Technik – PV allein ist nicht automatisch Notstrom.

O
3 Begriffe

Oberschwingungen (Harmonische)

Vereinfacht „Strom-Verzerrungen", die Technik stören können. Für Haushalte selten Thema, bei großen Anlagen/Industrie eher relevant.

Optimierer (Leistungsoptimierer)

Hilft bei Verschattung und macht einzelne Modulwerte sichtbar. Nicht immer nötig, aber in manchen Dachsituationen sinnvoll.

Ost-West-Anlage

Ausrichtung nach Osten und Westen: weniger Mittags-Spitze, dafür mehr Strom morgens und abends – oft sehr passend für Eigenverbrauch.

P
7 Begriffe

PPA (Power Purchase Agreement)

Langfristiger Vertrag, bei dem ein Abnehmer (z. B. Betrieb) PV-Strom zu vereinbarten Konditionen abnimmt. Häufig bei großen Projekten.

Peak Shaving (Lastspitzenkappung)

Speicher/Steuerung reduziert Lastspitzen, damit die höchste Leistung aus dem Netz kleiner wird – im Gewerbe oft wirtschaftlich.

Power-to-Heat

Überschussstrom wird in Wärme umgewandelt (z. B. Heizstab). Kann sinnvoll sein, wenn oft Überschuss entsteht.

Prognose (Ertragsprognose)

Berechnung des erwarteten Jahresertrags (kWh/Jahr) anhand Standort, Ausrichtung, Verschattung und Technik.

PV (Photovoltaik)

Technik, die Sonnenlicht direkt in Strom umwandelt.

PV-Anlage (Aufbau)

Module → Wechselrichter → Hausnetz → Zähler → Netz (optional Speicher + Energiemanagement).

PV-Überschussladen

E-Auto lädt bevorzugt dann, wenn Solarstrom übrig ist – spart Netzstrom.

Q
1 Begriff

Quoten / Eigenverbrauchsoptimierung

Praktische Maßnahmen, um möglichst viel PV-Strom selbst zu nutzen (Zeitsteuerung, Speicher, smarte Verbraucher).

R
8 Begriffe

RLM-Zähler

RLM steht für „registrierende Leistungsmessung". Ein RLM-Zähler misst den Verbrauch/Bezug (und ggf. Einspeisung) sehr genau über Zeit (z. B. in 15-Minuten-Werten). Das ist typisch bei Gewerbe/Industrie oder bei höheren Leistungen, weil Abrechnung und Netzentgelte dann oft von Lastspitzen und Lastgang abhängen.

Regelenergie (Markt)

Netzstabilisierung durch schnelle Leistung. Für Haushalte meist irrelevant, für große Speicher/Anlagen teils interessant.

Rendite

Wie „lohnend" die Investition ist. Hängt von Strompreis, Eigenverbrauch, Finanzierung und Ertrag ab.

Repowering

Modernisierung/Upgrade (z. B. Wechselrichter ersetzen), um Betriebssicherheit und Ertrag zu verbessern.

ROI (Return on Investment)

Kennzahl, die grob zeigt, wie schnell sich eine Investition auszahlt.

Rücklaufende Zähler (Altbestand)

Früher konnten alte Zähler rückwärts laufen – heute unzulässig und durch moderne Zähler verhindert.

Rückspeisung

Wenn überschüssiger PV-Strom ins Netz fließt (Einspeisung).

Rundsteuerempfänger (RSE)

Gerät, das Signale vom Netzbetreiber empfangen kann, um Einspeisung bei Bedarf zu reduzieren (je nach Vorgaben).

S
8 Begriffe

Schattenmanagement (Wechselrichter)

Hilft, bei Teilverschattung trotzdem möglichst viel Ertrag zu holen (softwaregestützt im Wechselrichter).

Scheinleistung (kVA)

Technischer Leistungswert im Netz. Bei Haushalten meist kein Thema, bei größeren Anlagen kann es Vorgaben geben.

SLP (Standardlastprofil)

Rechnerisches Verbrauchsprofil, das oft genutzt wird, wenn kein detaillierter Lastgang gemessen wird (typisch privat/kleines Gewerbe).

Smart Meter (intelligentes Messsystem)

Digitaler Zähler (oft mit Kommunikation), der Werte genauer erfasst. Grundlage für smarte Tarife und Steuerungen.

String

„Kette" aus mehreren Modulen in Reihe. Strings werden an den Wechselrichter angeschlossen.

Stringplanung

Wie viele Module in welchen Strings verschaltet werden, damit Spannung/Leistung optimal passen und keine unnötigen Verluste entstehen.

Stringwechselrichter

Sehr verbreiteter Wechselrichtertyp für ein oder mehrere Strings.

Süd-Ausrichtung

Oft hoher Jahresertrag, aber starke Mittags-Spitze. Ob ideal, hängt vom Verbrauchsprofil ab.

T
4 Begriffe

TAB (Technische Anschlussbedingungen)

Regeln des Netzbetreibers für Anschluss, Zählerplatz, Schutz und Kommunikation. Können je Region unterschiedlich sein.

Technische Verfügbarkeit

Wie zuverlässig die Anlage läuft. Monitoring hilft, Ausfälle schnell zu erkennen und Ertrag zu sichern.

Trafo (Transformator)

Passt Spannungen an. Bei Einspeisung in Mittelspannung ist ein Trafo meist notwendig.

Transformatorstation (MS-Station)

Station/Container für Mittelspannungstechnik. Häufig bei größeren PV-Anlagen notwendig.

U
3 Begriffe

Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)

Betreibt das Höchstspannungsnetz („Stromautobahn"). Für den PV-Anschluss ist meist der Verteilnetzbetreiber Ihr Ansprechpartner.

Überschusseinspeisung

Sie nutzen Solarstrom zuerst selbst. Überschuss geht ins Netz – Standard bei vielen Dachanlagen.

USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung)

Akkusystem für kritische Geräte (IT/Server), das bei Stromausfall ohne Unterbrechung übernimmt. Nicht automatisch gleichzusetzen mit PV-Notstrom.

V
3 Begriffe

VDE

VDE-Regeln sind zentrale Standards für Elektroinstallation und Sicherheit. Für PV heißt das: Viele Anschluss- und Sicherheitsanforderungen orientieren sich daran.

Verschattung

Schatten durch Bäume, Schornsteine etc. senkt Ertrag. Gute Planung und ggf. Optimierer reduzieren Verluste.

Volleinspeisung

Strom wird (fast) komplett ins Netz eingespeist. Kann bei großen Dachflächen interessant sein, hat aber oft eigenes Messkonzept.

W
5 Begriffe

Wallbox

Ladestation fürs E-Auto. Mit PV/EMS kann sie Solarstrom bevorzugt ins Auto laden.

Wärmepumpe

Heizung, die Strom nutzt. In Kombi mit PV kann das Kosten senken – besonders mit intelligenter Steuerung und ggf. Speicher.

Wechselrichter

Wandelt PV-Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) und sorgt für sichere Einspeisung.

Wirk- und Blindleistungsbereitstellung

Bei größeren Anlagen kann gefordert sein, dass sie netzdienlich regeln kann (für Haushalte meist kein Schwerpunkt).

Wirkungsgrad (System)

Wie viel der erzeugten Energie am Ende nutzbar bleibt – Verluste entstehen z. B. im Wechselrichter, Speicher und in Kabeln.

Z
3 Begriffe

Zähler (Bezug/Einspeisung/Erzeugung)

Messen Netzbezug und Einspeisung (und teils PV-Erzeugung). Grundlage für Abrechnung und Vergütung.

Zählerplatz

Ort/Schrank für Zähler und Schutztechnik. Muss Anforderungen (z. B. TAB) erfüllen.

Zeitvariable / dynamische Stromtarife

Strompreise ändern sich je nach Zeit. Mit PV, Speicher und EMS kann das helfen, günstige Zeiten zu nutzen – abhängig vom Tarifmodell.

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